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...auf Grund der Anzahl und Variationen folgt zuerst ein Kapitel über die Firma:

OF Fabrikmarke

(Otto-Fischer-Fabrikmarke aus Glaubitz)

Bei den "Kegelspielen" gab es noch (neben dem MIEG-Spiel auf einer vorigen Seite) eine bemerkenswerte Ausführung:

Das Kegelsport auf dem Tische

Weniger ein Mechanismus, sondern die Beschaffenheit der Kugel zeichnen diese Variante eines Kegelspieles im Kleinformat aus: Eine Hälfte ist aus schwerem Material, wie z.B. Blei, die andere wahlweise aus Messing, poliertem Stein, Kork oder Kunststoff. Somit hat die Kugel eine Unwucht und umkreiselt die aufgestellten Hölzer erst, bevor es zum möglichen Abräumen kommt. Der Hersteller ist die Firma OF Fabrik-Marke. (später findet man noch den Zusatz: "Patent von Rektor Sperl"). Hergestellt soll es bereits ab ca. 1910 worden sein. Auf dem Bild sieht man u.a. die sog. "Luxus", die sog. "Feine" und wohl einige schöne sog. "Einfache" -Ausführungen. Die frühen Kugeln tragen die Prägung D.R.G.M.* (ggf. sogar die Nr. 1020211) Im Uhrzeigersinn: "Feine" ohne Buchstabe/Logo, "Einfache" mit B, "Feine"(???) mit G, "Luxus" mit L, "Einfache" mit B, "Feine" mit A                                                                                                                                                (*Deutsches Reichsgebrauchsmuster)

Die sog. "Luxus"-AusführungDie Kugel trägt die Inschrift D.R.G.M. 1020211Variationen: Alternative "Luxus"-Ausführung in grün und ohne "Logo" mit der Kennzeichnung L ......einer weiteren grünen Ausführung ohne "Logo" und ohne Kennzeichnung L, mit einer Kugel, deren schwerere Hälfte die Kennzeichnung D.R.G.M. 961766 trägt und gemäß einer Widmung im Jahr 1941 verschenkt wurde. Auch die Schließe ist anders konstruiert...und auch in grün wieder mit "Logo" und ohne Kennzeichnung L .......sowie einer wunderschönen, zur Hälfte blau-marmorierten Kugel mit der D.R.G.M. Nr. 1020211..eine "Luxus"-Ausführung zusammen mit einer Ausführung, die seltsamerweise etwas größer als die anderen "Feinen" - und "Einfachen" Ausführungen ist und (aber) den Buchstaben G trägt. sowie eine Ausführung "G" in einer schönen blauen Schachtel. Die Kugel ist zur Hälfte aus Gummi (keine Markung)......und eine Ausführung "L", ebenfalls in einer blauen Schachtel. Die schwerere Hälfte der Kugel ist in braun gehalten und somit wohl mit der anderen Hälfte farblich abgestimmt......eine weitere von "innen"...

Ausführungen von "A" und "B". Die Kugel des Kegel-Spieles "A" trägt wieder die Prägung D.R.G.M. (Deutsches Reichsgebrauchsmuster):...sowie eine andersartige Ausführung "G", die interessanterweise eine Kugel mitbringt, die zur Hälfte aus Holz ist (gleichartige Schachtel mit und ohne Logo):... eine Schachtel mit "Holz-Struktur", wieder ohne Logo,......mit einer zur Hälfte schwarzen steinernen Kugel, mit den Daten D.R.G.M. 1020211 (andere Hälfte Messing):

Die farblichen Varianten scheinen fast grenzenlos: grün-graue Schachtel, zur Hälfte grüne, marmorierte Kugel, Ausgabe B, ebenso eine graue Schachtel mit einer dunkelbraun marmorierten Kugel und eine grüne Schachtel mit einer hellbraun marmorierten Kugel. Die Schachtel trägt die Bezeichnung B² (?? Variante ??):Rote Schachtel, Ausgabe A, mit goldenem Schriftzug

Zur zeitlichen Einordnung sehen wir noch zwei schöne Ausgaben, die um das Jahr 1927 erhältlich waren. Beide tragen (noch?) kein OF Fabrikmarke Symbol. Die Ausführungen sind jedoch identisch mit den gemarkten Spielschachteln. Die Anleitung ebenfalls. Die unten rechts zu sehende Kaufrechnung eines der Spieleausführungen ist datiert: 16.12.1927

Eine Variante dieses Spieles trägt auf der bleiernen Hälfte der Kugel die Prägung: D.R.G.M. 961766:In ähnlicher Ausführung, gleiche Kugel, gleiche Anleitung, gleiche Kegel....andere Schrift, andere Farbgebung, andere Lackierung....die "Marke" ist wahrscheinlich ein Hinweis auf den Vertrieb.....mit der spiralförmig laufenden Kugel...

alternative Bezeichnung: Tischkegelbahn...mit der spiralförmig laufenden Gummikugel...D.R.G.M. 918642

  

Vielleicht lässt sich auch über die weiter oben bereits erwähnte D.R.G.M. Nummer eine                         zeitliche Einordung der Kegel-Spiele ermöglichen. Wie bereits erwähnt, trägt einer der Kugeln die Nummer 1020211. Dies würde zum Einen nach Abgleich mit anderen D.R.G.M. Nummern im I-net bedeuten, dass die oben erwähnte Nummer zeitlich in den Rahmen von 1920-1930 passen könnte, zum Anderen würde es auch bedeuten, dass die Spielidee weitgehend zeitgleich auch in anderen Teilen Deutschlands angemeldet wurde. 

Sollte eine Angabe zum Kaufpreis an der Schachtel befindlich sein, so lässt sich der Produktionszeitraum grob einteilen in Produktion vor und nach 1924. Der Grund liegt darin, dass bis 1924 die sog. Mark, auch "Goldmark", als Währung galt.
Die Abkürzung hierfür lautet Mk oder M. Ab 1924 galt dann die Reichsmark, die RM oder RM abgekürzt wird.

Die Bezeichnung VEP (Verbraucherendpreis) war, ähnlich wie EVP (Endverbraucherpreis) ein staatlich festgesetzter Preis für Waren und Dienstleistungen für den 'Endverbraucher' in der damaligen DDR.
Zusätzlich kann man die Bezeichnung MDN (Mark der Deutschen Notenbank) finden. Dies war die Bezeichnung der Währung der DDR zwischen 1964 und 1967. Vorher (vor Oktober 1964) war die Bezeichnung DM (Deutsche Mark), danach (ab1968) einfach M (Mark (der Staatsbank der DDR).

 

Die folgende Ausführung ist etwas kleiner als die obigen Spieleschachteln und gibt den Hersteller Fabrikmarke D.Wz. an. Es trägt zwei D.R.G.M. Nummern: 961766 (auf der Schachtel und Anleitung) und 986162 (nur auf der Anleitung):Einen sog. "Lieferhinweis" zeigt die Spielschachtel am Boden:2 Mk. Kosten. Geliefert von Pfarrer Helmut Kern, Schwarzach (Oberfranken), folgend eine farbliche Variante:..wieder vom Pfarrer Helmut Kern, Schwarzach. Ebenso Kosten von 2 Mk:..die "unzerbrechliche Metallkugel" mit dem D.R.G.M. 961766:Dann, nach 1924 (s.o.), wieder eine neue farbliche Variante:Die Kugel trägt auch die Nummer 961766 D.R.G.M. (die Prägung variiert leicht):diesmal vom Missionsinspektor Helmut Kern, für 2RM (Reichsmark)

Andere Ausführung, aber viele gleichartige Hinweise:nun 2 ,50 Mk. Kosten. Ebenfalls geliefert von Pfarrer Helmut Kern, Schwarzach (Oberfranken)... und...

Leider ohne Hersteller und Nummer (nur D.R.G.M.), aber sicher auch aus der gleichen Zeit stammt die folgende, etwas größere* Ausführung. Es könnte sich um den Hersteller Moritz Gerold Nachf. Leipzig handeln
*Figuren und Schachtel sind etwas größer als die OF Fabrikmarke-Spiele. Eine weiteres, gleichartige Spielausführung scheint den Hersteller zu bestätigen:

Eine etwas andere Spielidee verfolgt die folgende Variante: Statt einer zweigeteilten Kugel haben wir vier Stahlkugeln, die die Kegel aber eben auch "auf dem Tisch" abräumen sollen/können...

Nachfolgende Spielausführungen des Herstellers Carl Fussenegger, Göppingen weisen ebenfalls eine spiralförmig laufende Kugel aus, interessant sind die dazugehörigen D.R.G.M. Nummern 950 und 1099. Das Reichs-Gebrauchsmuster wurde am 01.10.1891 eingeführt. Somit liegen möglicherweise sehr frühe Versionen dieses Spieles vor...

Aus den 1940ern könnte dieses Tischkegel-Spiel stammen. Es trägt den Herstellerstempel: K.-G. GERA im Rahmen, mittig die Bezeichnung GAA (könnte auch OAA oder CAA heißen). Ob die bunten Kegel und die Kugel wirklich dazugehören, ist nicht bekannt. Die weißen Kegel wurden sehr fein aus Bein gearbeitet:

Über das nachstehende Tischkegelspiel ist nur der Herstellerhinweis F.St.N. bekannt. Die dazugehörige Kugel trägt jedenfalls wieder die D.R.G.M. Nummer 961766

....und plötzlich taucht ein Art "missing link" auf: Design und Name wie OF Fabrikmarke, Hersteller F.St.N.

Ein anderes Design, wieder der Hersteller Hinweis: F.St.N., das Tisch-Kegelspiel mit der unzerbrechlichen und extra schweren Metallkugel (D.R.G.M. 961766 gemarkt):(Wenn jemand weiß, was F.St.N. heißt....Bitte melden!)

Und noch das Tisch-Kegelspiel mit der "neuen ungeteilten Unikum Kugel", das ebenso gleichartige Symbole wie oben trägt, ähnliches Design hat, aber gezielt auf die Andersartigkeit der Kugel hinweist (Markung nur D.R.G.M.):

es dürfte nach der Aufmachung der gleiche Hersteller sein, nur die Ausführung ist vielleicht etwas "moderner":

...letztendlich sehen wir nochmals die gleiche Aufmachung,  mit der Hersteller-Markung von VEDES (Vereinigung der Spielwaren-Fachgeschäfte eG, Leipzig - Nürnberg). Der "Tannenbaum" war das Logo dieser Vereinigung von 1920 - 1965 (dann war es ein kleines Schiffchen)D.R.G.M. Deutsches Reichsgebrauchsmuster wurde bis 1944 benutzt,
D.R.W.Z. Deutsches-Reichs-Waren-Zeichen ab 1945.
Kugel markiert D.R.G.M.

...es wurden in gleicher Machart auch viereckige Schachteln (in verschiedenen Ausführungen) produziert:..eine alternative Ausführung:..auch war die sog. Unikum Kugel gemarkt mit D.R.G.M...ein Vergleich der beiden Ausführungen:..hier schließt sich der Kreis: Eine gestempelte Markung von VEDES auf der viereckigen grünen Ausführung:

...vielleicht kurze Zeit später dann offiziell auf der Anleitung, auch mit der "Unikum Kugel" (D.R.G.M.), zu 2/3 aus Gummi......und farblich auch in der bekannten, rechteckigen Form, mit der "Metall"-Kugel (D.R.G.M.)...

...und schlußendlich der offiziellen Spielanleitung von VEDES:

Kleiner Hinweis: Viele Verkäufer möchten immer "EISCH-KEGELSPIEL" lesen. Sorry, das heißt nicht EISCH sondern TISCH ;-)

Das virtuelle Depot des Nürnberger Spielzeugmuseums zeigt neben bereits oben abgebildeten Varianten noch ein Tisch-Kegelspiel: Die Beschreibung ist mit 2 ovalen Stempel versehen "Gebr. Probst, Nürnberg, Pfanneschmiedweg 5"(Quelle: virtuelles Depot Nürnberger Spielzeugmuseum)

Der Titel ist Programm: Wer spielt mit mir? Ansonsten ist über diese Version nichts bekannt. Sie bedient sich aber des gleichen Untertitels: Kegelsport auf dem Tisch (e)

Mit der folgenden Spielausführung dürfte sich die Palette der Tisch-Kegelspiele der Firma OF Fabrikmarke wohl dem Ende zugeneigt haben. Es findet sich dann erstmals der Hinweis: Patent vom Rektor Sperl.

Für weitere Hinweise, warum die vielen weiteren, auch z.T. in der Farbgebung unterschiedlichen Ausführungen der OF Fabrikmarke  mit verschiedenen Buchstaben (z.B. F, I, V, analog den oben gezeigten A, B, G und L), oder aber auch ohne Buchstabe versehen sind, wäre ich sehr dankbar...im Netz habe ich bislang leider auch keine Informationen zu Spielausführungen und Firma gefunden. Bitte.....Hilfe....

Weitere Spielideen der Firma OF Fabrikmarke:

Vielleicht aus den Anfängen des Herstellers, jedenfalls der uralten Spielidee der sog. 15er-Spiele folgend, ist das Magische Legespiel:Die Steine sind zweiseitig mit den entsprechenden Zahlen versehen (einmal in goldfarben und in gerahmten silberfarbenen Zahlen bei der linken Ausführung und nur silberfarben bei dem rechten). Die gerahmten Zahlen sind für das Fünfzehnerspiel. Dieses wird auch in der Spielanleitung als D.R.G.M. angegeben. Der Druck erfolgte in der Druckerei Hobein, Lömmatzsch.

Ein weiteres altes Kinder-/Jugendspiel, das OF Fabrikmarke aufgegriffen hat: Ein Frage- und Antwort-Spiel, bei dem man die jeweiligen Karten gut durchmischt, damit man möglichst sinnfreie Antworten generiert:
So ein Spaß!

Eine optisch und technisch ganz witzige Mischung aus Rovolette und RU-LI (s vorige Seite) ist das ebenso aus Bakelit hergestellte Gesellschafts-Kugelspiel(hergestellt und patentiert 1956)....Ich hätte es eher Vortex oder Vertigo genannt...;-)Patentiert für Otto Fischer. Auszug aus dem Deutschen Patent- und Markenamt (Darstellung zu Informationszwecken)

Auch Brettspiele zählten zum Umfang der Produktpalette der Firma OF Fabrikmarke. Zwei, bzw. drei Varianten sind nachstehend zu sehen: Das grosse Reitertreffenund die Kombination aus Wer geht mit mir?und Auf die 6 kommt's an!Die zeitliche Einordnung ist schwierig. Ich vermute irgendwo zwischen 1930 und 1950. Wie gesagt: Für weitere Hinweise wäre ich echt dankbar..... ;-)

Sicher zwischen 1964 und 1967 produziert wurde Springfix, da es die Verkaufspreis-Bezeichnung VEP MDN (Verbraucher Endpreis Mark der Deutschen Notenbank) trägt. Spielbar sind die abgebildete Variante, auf der Unterseite Solitär und im Deckel-Inneren Mühle:

 

Eine weitere Variante eines Tisch-Kegelspiels erinnert in seiner Ausführung ein wenig an die MIEG-Spiele auf den vorigen Seiten:

Tisch-Kegelspiel "Gut-Holz" D.R.G.M.

Leider kann ich nur Detailbilder anbieten, über den Hersteller und das Alter ist mir nichts bekannt. Die Figur ist massiv, wahrscheinlich aus Blei, wiegt 112 Gramm (ist damit, bei etwa gleicher Größe fast doppelt so schwer wie die alten Tipp-Kicker!). Der Arm wird durch einen Spiralfeder-Mechanismus in der Schulter gehalten und zum Spielen nach hinten gezogen um dann die Kugel beim Vorschnellen nach vorne zu spielen. Das Feld dürfte aus Leinen sein und ist zumindest an einem Ende mit einer Holzleiste fixiert. Ich vermute, auch von der dargestellten Bekleidung der Figur, eine ähnliche zeitliche Einordnung wie bei den frühen Tipp-Kick-Spielen, also 1920er/1930er:                                     Hinweise zum Spiel sind gerne willkommen!

 

Natürlich gab's ein Kegelspiel auch in "winzig": Passend in eine retro Safety Match Box

 

Eine wirklich ansehnliche Kombination aus Kreisel und Kegel lieferte die Firma Vauen (Nürnberg) mit dem  ROMBA Tischkegelspiel.
Die zuerst gezeigte Variante "ROMBA MODERN" stammt noch aus dem Jahr 1981. Nach der Anleitung wurden diese Kegel-Spiele wohl bereits seit ca. 1931 (Patentanmeldung war so um 1920) gefertigt, allerdings in rechteckiger Form mit verschieden hohen Füsschen. Das Folgende liegt plan an allen Kanten auf, wobei jedoch auch jede Spielfeldecke verschieden hoch liegt. Das ist auch der "Gag" an der Sache, da man sehr viel Geschick braucht, einen der beiden Kreisel (verschieden große Ausführungen) richtig zu setzen, dass er den Weg über die schräge Bahn meistert. Das Spiel ist ein absolut empfehlenswerter Spass:

 

Die Anleitung:

Das Patent vom 07.04.1921

Die älteren Varianten sahen, soweit bekannt, alle so aus:

Dies ist die Ausführung Nr.2, wie sahen die anderen aus? Evtl. anderes Material?von unten:die Anleitung:ein interessanter Hinweis:

Eine Schachtel mit Kegel und Kreisel aus dem Jahr 1950alter Kreisel...alte Kegel...Und eine Schachtel mit Kegeln und Kreiseln aus der Anfangszeit (1930er):Die Hinweise: D.R.P. 335586 und 349897, W.Z. 246815, Gesetzlich geschützt. Alle Figuren und Kegel tragen die Inschrift "VAUEN"

Die mit abgebildete, 14-seitige Anleitung ist wohl ebenso "zeitgemäß". Ein gewisser Emil Grifft von der Staatsoper München wird als zufriedener Kunde der Vauen Pfeiffen Manufaktur in einer Werbeanzeige (innen) aus dem Jahr 1927 zitiert. Dieser Zeitgenosse war bis 1929 nachweisbar an der Staatsoper München aktiv....

Nochmal eine Übersicht der Kegel und der Kreisel:Die folgende könnte eine Art "Luxus-Ausführung" der Kreisel- und Kegel-Verpackungen sein. Das aufgeklebte "Romba"-Schild gleicht keiner Verpackungsvariante und die Schachtel ist passgenau für den Inhalt. Die Kegel und Kreisel entsprechen der Ausführung um 1950.

Mit gleicher Funktion und Ausführung wie das "Kegelsport auf dem Tische" hat Vauen auch noch eine Spielidee herausgebracht, das Rombalette benannt wurde. (Kugel - wohl auch - Blei und Kork)und mit Anleitung..ähnliches Design, aber in anderer Ausführung mit anderer Kugel und anderer Anleitung:...mit Hinweis auf das "große" Spiel......die Figuren sind gleich, die Version, vermute ich, etwas jünger:Die Kugel wieder aus Kork und mit Gummi überzogenem Metall. Mit Anleitung und einem Blick ins Innere der Kugel:

Ein zu den Kegelspielen artverwandtes Tischspiel: Tisch Boccia. Der Hersteller heisst Papyria. Weitere Informationen zu Alter und/oder weiteren Ausführungen habe ich derzeit leider noch nicht. Der Hersteller kommt jedenfalls aus der Schweiz und das Spiel müsste vermutlich vor 1960 entstanden sein.
Anders als mit den üblichen Kugeln oder den Miegschen Frisbees werden mit den Metall-Wippen die Steine nach den Regeln des Boccia Spieles "geschnippst": 

 

Ein Kreisel, Kegel (und Kugeln) sind die Grundausstattung der folgenden Spielideen. Allerdings fehlen mir vorallem Informationen zum Hersteller und Alter. Es ist nichts weiter in Erfahrung zu bringen....Kann jemand helfen?benannt Neuestes Kegelspiel, von....?

Der Kreisel gehört nicht im Orginal dazu, aber ich bin mir sehr sicher, dass ein Kreisel in der leichten Senke die vorhandenen Holzkugeln durch Rotation durch die Tore schießt und so die Kegel (aus Metall) abräumt.......wer kennt diesen Hersteller? Ich vermute, die Spielausführung ist auch schon sehr alt....nochmal mit Blitz (wegen der schönen Farben, Material Holz, bemalt/lackiert)

...über Mithilfe würde ich mich sehr freuen...webmaster@mi-me.de

Eine Art "Zusammenfassung" der Spielideen, die für das Spielen auf dem Tisch konzipiert wurden, finden wir in  6 Sport-Spiele für den Tisch (6 famous sporting games on the table) einer Firma Schowanek. Produziert 1961 (vermutlich, Hinweis in Anleitung 61/8)
Tisch-Golf, Boccia, Kegelspiel, Ringwurfspiel, Tisch-Croquet und Shuffleboard. Alles sehr "wertig" aus Holz hergestellt. Auch ein Tischkegelspiel wurde von Schowanek herausgebracht. Vermutlich aus den 1930/40ern und etwas größer als z.B. die Spiele von OF:...die Anleitung mit Spielvarianten hat das bekannte Layout...

 

Was jetzt noch fehlt, ist eine Tischfußball - Alternative? Es gibt da ja Einige, wie z.B. das berühmte Subbuteo. Oder irgendwas mit fixen Männchen, die auf Metallfedern sitzen...Aber hierüber sieht man eine Menge im Netz. Was man nicht sieht, ist ein Tisch-Spiel, dass sich die Regeln des Fussball zu Eigen macht und sich einer wirklich uralten Idee des Flohspiels bedient:

FUSSBALL Knips. Liebevoll im Detail und gut durchdacht. Von Schwan-Spiele aus Nürnberg (irgendwo Anfang der 1950er).

Eine "modernere" Variante aus den Anfang 1970ern von der berühmten Firma Spear Spiel: KNIPS Cup:Spear Spiel Nr. 26500

..und der "Missing Link" zwischen Fussball-, Floh- und Kugelspielen? Den sehen wir nachfolgend: "Das neue Tisch-Fussballspiel" HIPP HIPP HURRA der alten Traditionsfirma KIBRI. Die Firma ist eher bekannt bei Eisenbahnsammlern für die Herstllung von Zubehör aus Blech. Ausweislich des Firmenkataloges von 1937 wurde es dort wahrscheinlich erstmals präsentiert (und vermutlich auch zum letzten mal...): Die beigelegten Holzleisten werden zusammengesteckt und bilden somit den Rahmen....die Figuren werden auf die Kugel plaziert, die unten liegende Feder schleudert den "Ball" dann nach vorne..

Hier noch eine sehr frühe Ausgabe des Spiels HURRA...TOR!, dieses hier von 1938. Das Spiel zeichnet sich aus durch die Anzahl der Spieler (22) und durch die Taktik nahe am echten Fussballspiel. Aber auch das Spielgerät wird aussergewöhnlich bewegt: Durch Luftdruck!...die Spieler sind wertig gefertigt aus Holz (handbemalt) und Metall......die Anleitung im Detail:...leider war das Spielfeld (Wachstuch) total vergammelt...aber man sieht es ja schonmal auf der Anleitung oben, und es lässt sich sicher noch mal auftreiben oder nachbasteln... :o)

 

Und noch was für die Denker und Bastler. Es gibt genug Ausführungen im I-net zu der Grundidee des Spieles. Daher spare ich mir weitere Beschreibungen und zeige einfach nur die Bilder:

PENTOMINOIn der futuristischen Großpackung und in der kleineren zum Mitnehmen...(aus den 1950ern...)...

... ein zum Film "2001 A Space Odyssey" als "Universe" erschienenes Brett-Lege-Spiel von Parker Brothers (lt. Anleitung von 1966, der Film ist von 1968???):

...dann 1995 eine weitere "futuristische" anmutende Variante: KATAMINO:

...und eine neuere Version in 3D:(noch erhältlich, nur zu Informationszwecken dargestellt!)

...und eine Version in der wohl verrücktesten Aufmachung:(...es wurden aber auf Kosten des Designs viele Kombinationsmöglichkeiten "geopfert") - (noch erhätlich, nur zu Informationszwecken dargestellt!)

Eine sehr stylische Version eines Kugelspieles, sowas wie Mühle in 3D (Spock's 3D Schach lässt grüßen...;-) sehen wir hier in den zwei mir bekannten Variationen: Trimula von arlac DBGM (steht für Deutsches Bundes-Gebrauchsmuster)...

...vermutlich aus 1975...

 

Überrascht war ich noch von einer sehr alten Spielidee, die es wohl schon seit den 1890ern gibt und sich viele Jahrzehnte "gehalten" hat. Es ist auch ein bischen ähnlich wie Mühle, die "Fliege" und eine der "Spinnen" ziehen abwechselnd, bis entweder die Fliege zu einem Ende entkommt, oder in der Mitte gefangen wird. Echt knifflig!

Die "Reise-Version" des Spieles SPINNEFIXEs wurde Anfang der 1960er veröffentlicht. Leider einzig dokumentiert wurde es für den Import in die USA 1963:(Quelle: Allgemeine Veröffentlichung des U.S. Zolltarifverzeichnisses)


Eine sehr ansehnliche Version, ca. von 1910 (lt. Angaben beim Erwerb, das Cover könnte dem Naturalismus des Jungendstils durchaus zugeordnet werden):Verlag Werner & Schumann G.m.b.H. Berlin - No. 2125
Gekauft wurde das Spiel mal im Kaufhaus C.F.Ritter (Ritterhaus) in Halle an der Saale (gegr. 1859)

Die Anleitung erwähnt das Spiel mit der No. 2125 und das folgende Spiel mit der No. 2126. Daher müssen beide Spiele aus der gleichen Produktionszeit stammen.
Der Verlag firmiert hier als G.m.b.H. (Diese Rechtsform gibt es seit April 1892).
Es sind wenige Spiele des Verlages zu finden, jedoch werden diese mit z.T. höherer Artikelnummer meist um 1900 verordnet. Eine Garantie für diese Angaben (z.T. von Auktionshäusern, Ausstellungen) gibt es natürlich nicht.

Einige kleinere Spiele des Verlages wurden um 1914 aufgelegt mit dem Titelzusatz "...im Felde". Diese tragen Artikelnummern von No. 2254 bis No. 2259. Demnach ist eine frühere Veröffentlichung von Spinnefix, also vor 1914 als sehr wahrscheinlich anzunehmen.
Das Spiel kann zudem hier definitiv erst nach 1892 herausgekommen sein.
Ich denke, dass die Spielidee aus Frankreich übernommen wurde. Hier kam das Spiel in diversen Ausgaben etwa zwischen 1890 und 1904 auf den Markt (s.u.).
Ich vermute daher, dass beide Spinnefix No. 2125 und No. 2126 spätestens um 1910 herausgebracht wurden.
Das würde auch die sehr geringe Verfügbarkeit dieser Spiele erklären.

Die weitere Version (wurde beim Erwerb auf c.a. 1920 datiert):...die bekannte Herstellerbezeichnung ist W&S, Berlin, die Artikelnummer No. 2126...besondere Merkmale sind die Glassteine und das andere Layout. Die Anleitung ist nun im Deckel enthalten......die Speilanleitung ist inhaltlich identisch. Zum Ladengeschäft habe ich bislang nichts ermitteln können...
Fröbelhaus in Bremen, Sögestr. 34. ... manchmal kann man anhand der Läden den Herstellungszeitraum auch gut eingrenzen...Hier nochmal die Spielsteine der beiden oben gezeigten Versionen......da bei den Glassteinen leider eine Spinne fehlte, habe ich mir kurzerhand selbst einen Satz gebaut (rechts)...

 

Exkurs:

Leider ist sehr wenig über den Verlag W&S zu ermitteln. Das Wenige habe ich hier kurz zusammengefasst:

Gegründet 1841.

Das letzte emittelbare Lebenszeichen des Verlags W&S, Werner und Schumann Berlin, Kommandantenstr. 87 datiert vom 31.12.1932:


Die letzte Produktion, die ich ermitteln konnte, fand (bis) 1929 statt:
(Quelle I-Net, diverse Listen)

Bereits seit der Gründung wurden Spiele aus dem Material Papier herausgegeben, meist Kartenspiele oder Papierfiguren. Spiele des Verlags wurden auch mit französischem Titel herausgegeben (z.B. "Der Krieg im Sudan" - "La Guerre Dans Le Sudan", ca. 1890er). Das Spinnefix behielt zumindest im englisch sprachigen Raum seinen Namen und wurde wohl so exportiert.
Sehr wenig ist im Internet auch zu diesem schönen Spiel zu finden. Es gab noch nachweislich Varianten in Farbe und Beschriftung, hier auch eine No. 2126......sowie Artikelnummer und Form...(Artikelnummer No. 2295)...nochmal die Beschreibung in Deutsch und Englisch......die letzten 4 Bilder sind aus dem I-Net (diverse Quellen) und nur zu Informationszwecken hier gezeigt. Sie werden sofort entfernt, falls dies gewünscht wird. Bitte Kontakt unter webmaster@mi-me.de
Das gilt auch für diejenigen, die ggf. ein Spiel anbieten wollen ;-)

Weitere Anmerkung:
Im französischen Sprachraum heißt das Spiel u.a. Jeu de L'Araignée et des Mouches. Vermutlich kommt die eigentliche Spielidee auch aus Frankreich. Erste Spiele könnten etwa ab 1890 erschienen sein.

Wir haben also eine Spinne und fünf Fliegen und zeitgleich zwei ganz verschiedene Spielideen:

Einmal jagt eine Spinne die fünf Fliegen und einmal jagen die fünf Fliegen eine Spinne (was im Grunde eine merkwürdige Idee ist und daher das Spiel vermutlich in Deutschland auf die eine Idee reduziert wurde, dass fünf Spinnen dort eine Fliege jagen).

Im nachfolgenden Spiel vom Verlag Atlas N.K. wird nun eine Spinne von fünf Fliegen gejagt. Die dazugehörige Anleitung lautet sinngemäß übersetzt:
„Dieses Spiel wird von zwei gespielt; einer nimmt die Fliegen und der andere die Spinne.
Zu Beginn besetzen die 5 Fliegen die (äußeren) Randpunkte bis auf einen und versuchen, die Spinne in Richtung der Mitte zu schieben, von der aus diese fliehen möchte.
Wenn die Fliegen erfolgreich sind, ist die Spinne verloren, aber wenn sie entkommt und am Rande des Spielfeldes ankommt, rennt sie weg und gewinnt das Spiel. Eine der Fliegen und die Spinne ziehen abwechselnd nacheinander. Wenn die in die Mitte zurückgeschobene Spinne keinen Ausgang findet, muss sie in die Mitte zurückkehren, und das Spiel ist beendet. Es ist die Spinne, die anfängt zu spielen.“

Das entspricht im Grunde auch der Idee von Spinnefix, nur dass es eben dort fünf Spinnen sind, die (naturgemäß) eine Mücke jagen.

Der weiteren Spielvariante, die auch auf diesem Spielbrett gespielt werden kann, liegt folgende Anleitung sinngemäß übersetzt zu Grunde:
„Die 5 Fliegen besetzen zuerst Punkte, die durch einen Kreis gekennzeichnet sind und sich direkt um die Spielfeldmitte befinden.
Indem sie den schwarzen und gestrichelten Linien folgen, versuchen die Fliegen zu entkommen, d.h. an den schwarzen Punkten am äußeren Spielfeldrand anzukommen wo die Fliegen dann wegfliegen.
Die Spinne kann nur auf schwarzen Linien laufen und Fliegen fangen, was jedes Mal geschieht, wenn sie es schafft, zwischen eine Fliege und den großen Spiel-Mittelpunkt zu gelangen, auf den dann die gefangenen Fliegen gesetzt werden.
Fliegen, die wegfliegen, werden für den Fliegen-Spieler außerhalb des Spielfeldes gezählt.
Der Gewinner ist derjenige, der drei Fliegen fängt oder hält. Es ist immer der Spinnen-Spieler, der das Spiel eröffnet, und jeder Zug geht abwechselnd.“



Diese zweite Anleitung fehlt bei dem oben gezeigten Spiel von Atlas N.K., obwohl das Spielbrett diese Variante vorsieht. Diese zweite Anleitung gibt es original nur (allerdings auch nur diese) vom Spielehersteller M.D. (Mauclair-Dacier). Ich gehe zudem davon aus, daß die gestrichelten Linien nur für diese zweite Anleitung von Bedeutung sind. (Daher wurden sie für Spinnefix auch als durchgezogene Linien übernommen).

Es ist zu vermuten, dass alle nachfolgend genannten Spielehersteller großzügig voneinander kopiert haben und es dabei versäumten, beide Varianten in Ihre Regeln zu schreiben.
Vielleicht war Mauclair-Dacier der erste Hersteller, der das Spiel herausbrachte, mit allerletzter Sicherheit behaupten lässt sich das allerdings nicht.
Er hatte original und exclusiv die zweite o.g. weitere Spielvariante, allerdings beschreibt er eben nur diese. Die anderen Hersteller haben dafür das Spielfeld mit den gestrichelten Linien übernommen, ohne hierfür eine Erklärung in der Anleitung zu liefern (das spräche wieder eher dafür). Als einziger Verlag nennt er das Spiel
"Jeu de l'Araignée" - "Spiel der Spinne", ohne die Fliege(n) zu erwähnen......schöne Gestaltung der Spielschachtel...M.D. Paris - 5 Rue de Haudriettes - Druck L & A. Cresson Fréres, 5 Rue Chapon
Das weiter in der Schachtel beworbene Spiel "Le Règiment" wurde bereits in einem Katalog von 1898 vorgestellt. Im gleichen Katalog wird der Preis eines Spieles "Araignée et les Mouches" mit 8 Francs angegeben.
(Quelle: http://www.jeuxanciensdecollection.com)

Die Version von Villard&Weil zeigt zwei unterschiedliche Titel auf der Schachtel "Jeu de la Mouche et des Araignées" und dem Spielfeld "Jeu des Araignées et de la Mouche", hat eine lose Spielanleitung und mit der oben beschriebenen ersten Spielvariante auch fünf Spinnen und eine Fliege......sie hat neben Altlas N.K. als einzige Ausgabe eine Artikelnummer und stammt vom ältesten der weiter unten genannten Verlage......die Spielanleitung ist vollkommen identisch zu dem Spiel von Atlas N.K. mit der Ausnahme, dass jeweils die Fliege(n) und Spinne(n) vertauscht sind......auch hier sind auf dem Speilfeld eigentlich beide Spielvarianten vorgesehen.


Erfahrungsgemäß kann man sagen, dass die erst genannte Anleitung, die auch dem Spinnefix zugrunde liegt, etwas anspruchsvoller ist, während die zweite Variante zwar auch schön, aber oft sehr/zu schnell durchgespielt ist.

Es gab nahezu zeitgleich (Fertigung möglicherweise zwischen c.a. 1890 und 1904 und wohl nur in Paris) mehrere (insgesamt mind. 5) Verleger:
(Quelle: http://www.jeuxanciensdecollection.com/2017/01/araignees.html)

Atlas N.K.
(Nicolas Keller, wie oben abgebildet, Artikel Nr.1526, ggr.1904, geschl. 1924),
M.D.
(Mauclair-Dacier, wie oben abgebildet, ggr. 1887, geschl. 1904 -> ging über in JJF),
V.W. (Villard&Weil, wie oben abgebildet, ggr. 1834, geschl. 1968), Artikel Nr. 300-81,
SC
(Simonin-Cuny, ggr. 1898, geschl. 1904 -> ging über in JJF)
und schließlich
JJF
(Jeux et Jouets Francais, ggr. 1904 aus verschiedenen Verlagen, geschl. 1931),

die das allergleiche Spiel unter den Titeln Jeu de L'Araignée et des Mouches, oder auch unter
Jeu de la Mouche et des Araignées
, oder Jeu des Araignées et de la Mouche, oder nur 
Jeu de l'Araignée (mit entweder fünf Spinnen und einer Fliege, oder umgekehrt) in Frankreich herausgaben. Zu finden waren diese Spiele oft in den sog. "Jeux Reunis"; das sind viele kleine, einzeln verpackte Spiele in einer Box, ähnlich einer Spielesammlung bei uns.

JJF (Jeux et Jouets Francais) brachte als Zusammenschluß aus mehreren Spieleherstellern ab 1904 beide Varianten auf den Markt. Allerdings auch nur mit jeweils einer Variante der Spielanleitung. Interessant ist hier, dass die wahrscheinlich erste Spielvariante von M.D. (Mauclair-Dacier) eins zu eins kopiert wurde. Die Spielanleitung trägt den gleichen Titel Jeu de l'Araignée. Der Titel auf der Schachtel lautet allerdings Jeu des Araignées et de la Mouche. Um beide Varianten spielen zu können, hat man dafür hier wohl auf die Bebilderung der Spielsteine verzichtet:... erste Variante......zweite Variante...(nach der hier zugrunde liegenden Spielanleitung)......alles echt ein wenig "crazy"...  :-)


  

 

...noch so ein witziges Denk- und Kugelspiel, bei dem man den Gegner "Matt setzen" muss:

Abgesperrt!
von Spear-Spiel aus Nürnberg (vermutlich aus den 1930ern)J.W. Spear & Söhne, Nürnberg Nr. 7/2366 (Denkspiel Nr.1)Interessant ist, dass es im Lauf der Zeit eine leichte Layout Änderung gab. Man achte auf die Augen:Die linke Version dürfte etwas älter sein. Kein Hinweis auf die Serie der 3 Denkspiele. Gekauft wurde es in Berlin bei Bernhard Keilich. Das einstmals größte Spielwarenhaus der Welt (so die eigene Werbung) firmierte ab 1928 als GmbH. Nachweislich ab 1910 wurde die Anschrift wie unten in der Werbung angegeben:

...aus der gleichen Denkspiel-Serie: Blau hinüber - Gelb herüber (Denkspiel Nr.3)J.W. Spear & Söhne, Nürnberg Nr. 7/2368

...und das Denkspiel Nr.2 (lt. obiger Spielanleitung)
Hüpf' über Zwei!...diese Version ist so ca. von 1938. Das war das Jahr des unglückseligen Übergangs der Firma
J.W.Spear & Söhne zur Firma Hanns Porst. Der Deckel trägt bereits das nur kurzzeitig benutzte Zeichen der Firma Porst, im Innendeckel wird noch die Bezeichnung Spear-Spiel geführt.
Die frühere Ausgabe sah bis auf die Firmenbezeichnung genauso aus:
(Bild aus dem I-net, Quelle unbekannt)
J.W.Spear & Söhne, Nürnberg Spear-Spiel Nr. 30132

  

 

Und zum guten Schluss:

Die noch folgende Spielidee hat kein mechanisches Element. Nicht mal einen Würfel (sorry ROVO):

Das hervorragende Strategiespiel CONQUEST von dem leider bereits verstorbenen Donald Benge.

Die abgebildete Version ist bei der Firma Hexagames 1987 erschienen.

Eine Mischung aus Schach und Risiko, aber eben nur Strategie, keine Würfel, kein Losglück. Kann stundenlange Spielabende verursachen!

Faszinierend ist die Kombinationsmöglichkeit der Spielfiguren. Man hat pro Runde eine Gesamtzugzahl. Manche Figuren können weiter reichen, als andere. So können Diese aber Figuren aufnehmen und Jene strategisch in Position bringen. Das geht zu Lande, oder mit den Schiffen zu Wasser. Ziel ist es, entweder die gegnerische Armee zu vernichten/deren Heimatstadt komplett zu besetzen. Aber Vorsicht: Ist der Gegner auch in die eigene Stadt eingedrungen, hat man weniger Züge pro Runde.

Oder man versucht bei der vier Spieler Variante vorrangig die unbesetzte Festung der mittleren Insel zu erobern.

Jede Figur kann durch das Erreichen einer gegnerischen Figur diese schlagen. Ausnahme: Der Fußsoldat schlägt keinen Elefanten. Aber Vorsicht: Nach einem Schlag darf der Gegner, sofern positioniert, sofort zurückschlagen. 

Oben abgebildet ist die zwei Spieler Variante. Es gibt auf der Rückseite auch noch die (bis zu vier) Spieler Variante. Die zwei Spieler Variante gab es auch separat erhältlich. Beides von Hexagames. 

Spielfeld für bis zu vier Spieler:

Hier sehen wir die doch sehr seltene deutsche Erstausgabe aus dem Bütehorn Spiele Verlag in der nur so erhältlichen 2 Spieler Variante. Die Schachtel in der für den Verlag typischen exclusiven Buch-Box mit Druckknopf-Verschluß:Die Schachtel trägt das Copyright von 1975, die Figuren von 1976 und das Spielfeld von 1972.......wahrscheinlich erschien es so um 1978......die Beschreibung und Spielanleitung war fehlerhaft, der Verlag Anfang der 1980er pleite. 1983 wurde von der Zeitschrift "Spielbox" die Anleitung berichtigt, was in der Hexagames Ausgabe sich auch wiederfand und das Spiel wurde über Hexagames dann auch besser verkauft...

Ich darf mich auch sehr glücklich schätzen, einen separaten Satz Spielfiguren aus Metall "neuerer Machart" (d.h. in Form der Plastik-Figuren) zu besitzen, den ich gerne zeige:vielen Dank...

Diese Spielidee lebt weiter, trotz des tragischen Ablebens seines Erfinders....

Am Leben gehalten und fürsorglich gepflegt sehen wir dies unter der Seite von Dietmar Gottschick:

"http://www.grand-conquest.de"

Die Spielidee wird dort weiter gepflegt und eine riesige Fangemeinde steht hinter dieser Pflege. Auch eine Weiterentwicklung des Spieles hat man dort mit viel Hingabe in die Hand genommen. So lebt Conquest mit und durch Grand-Conquest weiter! 

Ich habe, sehr zu meiner Freude, nochmal einen Einblick in die Anfänge von Conquest gewährt bekommen und darf  diesen allen zeigen, die diese Freude mit mir teilen wollen:

Conquest-Spiel von 1972, wo es noch keine richtigen Figuren gab, sondern Chips. Lassen wir die Bilder sprechen (...und wer sowas hat und entbehren kann...Kontakt siehe unten ;-)Für die Bilder vielen Dank an Dietmar Gottschick!

...UND...

Jemand konnte es zu meiner riesengroßen Freude entbehren, so dass nun weitere Bilder dieser Rarität zu sehen sind:

 
Auf dem "Foto" links ist übrigens Donald Benge zu sehen. Habe die Info von Herrn Gottschick ganz vergessen..Auf der Rückseite der Schachtel wurde wohl die erste Spielanleitung angebracht:


Der "Inhalt" und das Spielfeld dann ausgeklappt:Es ist schon fast rührig: Mr. Benge bietet an, dass bei Verlust von diesen Spielchips er kostenfreien Ersatz bietet, wenn man ihm einen adressierten und frankierten Umschlag schickt. Das nenne ich mal Service...Als "Extra" bekam ich zu dieser Edition noch die "verbesserte" Spielanleitung von 1974 und das Puzzle Book No. 1, ebenfalls von 1974:..noch ein kurzer Blick hinein:

noch eine weitere Spielausgabe mit (wahrscheinlich damaliger) Preisangabe: 13,50$:

und:

Eine durch die Spielanleitung leicht zu identifizierende allerserste Erstausgabe. Das Brett unterscheidet sich durch das schwarze Klebeband am Rücken, die Schachtel hat keinen Spielanleitungsaufdruck auf der Rückseite und auf der beiliegenden Spielanleitung ist das Copyright nur von 1972 (und nicht zusätzlich auch von 1974):Lose Strategie Blätter liegen der Anleitung von 1972 bei (unten). Links die Anleitung mit Copyright 1972+1974, Rechts die Anleitung von 1972.

Das habe ich nun auch zum ersten Mal so gesehen: Eine (wohl amerikanische) Conquest 4 Player Version in gold-brauner Schachtel mit dazugehörigen Spiel-Figuren aus Metall.Der Spielplan ist massiv, zwei-fach gefaltet:Die Schachtel trägt mehrere Aufkleber mit dem Hinweis Metal Molded PiecesDiese befinden sich im Inneren der Spielbox in einer integrierten Schachtel:Die Figuren tragen ein Copyright 1975 mit der Inschrift D.BENGE......und sind in diesen vier schönen, kraftvollen Farben vorhandenDas ganze wiegt fast 3 kg (davon die 104 Figuren weit über ein Kilo und der Spielplan auch ein Kilo), daher wurde die Schachtel leider an den Seiten mit Paketband fixiert. Dies hat sich über die Jahre mit der Schachtel leider "verbunden".......was aber die schöne Darstellung trotzdem nicht weiter schmälert. Das Spiel hat, wie erwähnt, mit "c 1975" gekennzeichnete Figuren, die im Detail noch anders aussehen, als die Plastik-Figuren. Es ist aber selbst eine Ausführung von 1980 (nach den weiteren Kennzeichnungen auf dem Spielbrett und den Beilagen). Es ist aber auch noch eine Version vor dem Einführen von Katapulten und Türmen....einfach schön :-)

...und es hat in der wohl ersten Ausführung noch die Figuren-Farben Gold und Silber und eine ältere Spielanleitung mitbekommen.... :-O

 

 

 

Vielen Dank für's Gucken...

 

......schaun wir mal, was noch so kommt......

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