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auf Grund der Anzahl und Variationen folgt zuerst ein Kapitel über die Firma:

OF Fabrikmarke

(Otto-Fischer-Fabrikmarke aus Glaubitz)

Bei den "Kegelspielen" gab es noch (neben dem MIEG-Spiel auf einer vorigen Seite) eine bemerkenswerte Ausführung:

Das Kegelsport auf dem Tische

Weniger ein Mechanismus, sondern die Beschaffenheit der Kugel zeichnen diese Variante eines Kegelspieles im Kleinformat aus: Eine Hälfte ist aus schwerem Material, wie z.B. Blei, die andere wahlweise aus Messing, poliertem Stein, Kork oder Kunststoff. Somit hat die Kugel eine Unwucht und umkreiselt die aufgestellten Hölzer erst, bevor es zum möglichen Abräumen kommt. Der Hersteller ist die Firma OF Fabrik-Marke. (später findet man noch den Zusatz: "Patent von Rektor Sperl"). Hergestellt soll es bereits ab ca. 1910 worden sein. Auf dem Bild sieht man u.a. die sog. "Luxus", die sog. "Feine" und wohl einige schöne sog. "Einfache" -Ausführungen. Die frühen Kugeln tragen die Prägung D.R.G.M.* (ggf. sogar die Nr. 1020211) Im Uhrzeigersinn: "Feine" ohne Buchstabe/Logo, "Einfache" mit B, "Feine"(???) mit G, "Luxus" mit L, "Einfache" mit B, "Feine" mit A                                                                                                                                                (*Deutsches Reichsgebrauchsmuster)

Die sog. "Luxus"-AusführungDie Kugel trägt die Inschrift D.R.G.M. 1020211Variationen: Alternative "Luxus"-Ausführung in grün und ohne "Logo" mit der Kennzeichnung L ......einer weiteren grünen Ausführung ohne "Logo" und ohne Kennzeichnung L, mit einer Kugel, deren schwerere Hälfte die Kennzeichnung D.R.G.M. 961766 trägt und gemäß einer Widmung im Jahr 1941 verschenkt wurde. Auch die Schließe ist anders konstruiert...und auch in grün wieder mit "Logo" und ohne Kennzeichnung L .......sowie einer wunderschönen, zur Hälfte blau-marmorierten Kugel mit der D.R.G.M. Nr. 1020211..eine "Luxus"-Ausführung zusammen mit einer Ausführung, die seltsamerweise etwas größer als die anderen "Feinen" - und "Einfachen" Ausführungen ist und (aber) den Buchstaben G trägt. sowie eine Ausführung "G" in einer schönen blauen Schachtel. Die Kugel ist zur Hälfte aus Gummi (keine Markung)......und eine Ausführung "L", ebenfalls in einer blauen Schachtel. Die schwerere Hälfte der Kugel ist in braun gehalten und somit wohl mit der anderen Hälfte farblich abgestimmt......eine weitere von "innen"...

Ausführungen von "A" und "B". Die Kugel des Kegel-Spieles "A" trägt wieder die Prägung D.R.G.M. (Deutsches Reichsgebrauchsmuster):...sowie eine andersartige Ausführung "G", die interessanterweise eine Kugel mitbringt, die zur Hälfte aus Holz ist (gleichartige Schachtel mit und ohne Logo):... eine Schachtel mit "Holz-Struktur", wieder ohne Logo,......mit einer zur Hälfte schwarzen steinernen Kugel, mit den Daten D.R.G.M. 1020211 (andere Hälfte Messing):

Die farblichen Varianten scheinen fast grenzenlos: grün-graue Schachtel, zur Hälfte grüne, marmorierte Kugel, Ausgabe B, ebenso eine graue Schachtel mit einer dunkelbraun marmorierten Kugel und eine grüne Schachtel mit einer hellbraun marmorierten Kugel. Die Schachtel trägt die Bezeichnung B² (?? Variante ??):Rote Schachtel, Ausgabe A, mit goldenem Schriftzug

Zur zeitlichen Einordnung sehen wir noch zwei schöne Ausgaben, die um das Jahr 1927 erhältlich waren. Beide tragen (noch?) kein OF Fabrikmarke Symbol. Die Ausführungen sind jedoch identisch mit den gemarkten Spielschachteln. Die Anleitung ebenfalls. Die unten rechts zu sehende Kaufrechnung eines der Spieleausführungen ist datiert: 16.12.1927

Eine Variante dieses Spieles trägt auf der bleiernen Hälfte der Kugel die Prägung: D.R.G.M. 961766:In ähnlicher Ausführung, gleiche Kugel, gleiche Anleitung, gleiche Kegel....andere Schrift, andere Farbgebung, andere Lackierung....die "Marke" ist wahrscheinlich ein Hinweis auf den Vertrieb.....mit der spiralförmig laufenden Kugel...

alternative Bezeichnung: Tischkegelbahn...mit der spiralförmig laufenden Gummikugel...D.R.G.M. 918642

  

Vielleicht lässt sich auch über die weiter oben bereits erwähnte D.R.G.M. Nummer eine                         zeitliche Einordung der Kegel-Spiele ermöglichen. Wie bereits erwähnt, trägt einer der Kugeln die Nummer 1020211. Dies würde zum Einen nach Abgleich mit anderen D.R.G.M. Nummern im I-net bedeuten, dass die oben erwähnte Nummer zeitlich in den Rahmen von 1920-1930 passen könnte, zum Anderen würde es auch bedeuten, dass die Spielidee weitgehend zeitgleich auch in anderen Teilen Deutschlands angemeldet wurde. 

Sollte eine Angabe zum Kaufpreis an der Schachtel befindlich sein, so lässt sich der Produktionszeitraum grob einteilen in Produktion vor und nach 1924. Der Grund liegt darin, dass bis 1924 die sog. Mark (auch "Goldmark") als Währung galt. Die Abkürzung hierfür lautet Mk oder M. Ab 1924 galt dann die Reichsmark, die RM oder RM abgekürzt wird.

Die Bezeichnung VEP (Verbraucherendpreis) war, ähnlich wie EVP (Endverbraucherpreis) ein staatlich festgesetzter Preis für Waren und Dienstleistungen für den 'Endverbraucher' in der damaligen DDR.
Zusätzlich kann man die Bezeichnung MDN (Mark der Deutschen Notenbank) finden. Dies war die Bezeichnung der Währung der DDR zwischen 1964 und 1967. Vorher (vor Oktober 1964) war die Bezeichnung DM (Deutsche Mark), danach (ab1968) einfach M (Mark (der Staatsbank der DDR).

 

Die folgende Ausführung ist etwas kleiner als die obigen Spieleschachteln und gibt den Hersteller Fabrikmarke D.Wz. an. Es trägt zwei D.R.G.M. Nummern: 961766 (auf der Schachtel und Anleitung) und 986162 (nur auf der Anleitung):Einen sog. "Lieferhinweis" zeigt die Spielschachtel am Boden:2 Mk. Kosten. Geliefert von Pfarrer Helmut Kern, Schwarzach (Oberfranken), folgend eine farbliche Variante:..wieder vom Pfarrer Helmut Kern, Schwarzach. Ebenso Kosten von 2 Mk:..die "unzerbrechliche Metallkugel" mit dem D.R.G.M. 961766:Dann, nach 1924 (s.o.), wieder eine neue farbliche Variante:Die Kugel trägt auch die Nummer 961766 D.R.G.M. (die Prägung variiert leicht):diesmal vom Missionsinspektor Helmut Kern, für 2RM (Reichsmark)

Andere Ausführung, aber viele gleichartige Hinweise:nun 2 ,50 Mk. Kosten. Ebenfalls geliefert von Pfarrer Helmut Kern, Schwarzach (Oberfranken)... und...

Leider ohne Hersteller und Nummer (nur D.R.G.M.), aber sicher auch aus der gleichen Zeit stammt die folgende, etwas größere* Ausführung. Es könnte sich um den Hersteller Moritz Gerold Nachf. Leipzig handeln
*Figuren und Schachtel sind etwas größer als die OF Fabrikmarke-Spiele. Eine weiteres, gleichartige Spielausführung scheint den Hersteller zu bestätigen:

Eine etwas andere Spielidee verfolgt die folgende Variante: Statt einer zweigeteilten Kugel haben wir vier Stahlkugeln, die die Kegel aber eben auch "auf dem Tisch" abräumen sollen/können...

Nachfolgende Spielausführungen des Herstellers Carl Fussenegger, Göppingen weisen ebenfalls eine spiralförmig laufende Kugel aus, interessant sind die dazugehörigen D.R.G.M. Nummern 950 und 1099. Das Reichs-Gebrauchsmuster wurde am 01.10.1891 eingeführt. Somit liegen möglicherweise sehr frühe Versionen dieses Spieles vor...

Aus den 1940ern könnte dieses Tischkegel-Spiel stammen. Es trägt den Herstellerstempel: K.-G. GERA im Rahmen, mittig die Bezeichnung GAA (könnte auch OAA oder CAA heißen). Ob die bunten Kegel und die Kugel wirklich dazugehören, ist nicht bekannt. Die weißen Kegel wurden sehr fein aus Bein gearbeitet:

Über das nachstehende Tischkegelspiel ist nur der Herstellerhinweis F.St.N. bekannt. Die dazugehörige Kugel trägt jedenfalls wieder die D.R.G.M. Nummer 961766

....und plötzlich taucht ein Art "missing link" auf: Design und Name wie OF Fabrikmarke, Hersteller F.St.N.

Ein anderes Design, wieder der Hersteller Hinweis: F.St.N., das Tisch-Kegelspiel mit der unzerbrechlichen und extra schweren Metallkugel (D.R.G.M. 961766 gemarkt):(Wenn jemand weiß, was F.St.N. heißt....Bitte melden!)

Und noch das Tisch-Kegelspiel mit der "neuen ungeteilten Unikum Kugel", das ebenso gleichartige Symbole wie oben trägt, ähnliches Design hat, aber gezielt auf die Andersartigkeit der Kugel hinweist (Markung nur D.R.G.M.):

es dürfte nach der Aufmachung der gleiche Hersteller sein, nur die Ausführung ist vielleicht etwas "moderner":

...letztendlich sehen wir nochmals die gleiche Aufmachung,  mit der Hersteller-Markung von VEDES (Vereinigung der Spielwaren-Fachgeschäfte eG, Leipzig - Nürnberg). Der "Tannenbaum" war das Logo dieser Vereinigung von 1920 - 1965 (dann war es ein kleines Schiffchen)
Kugel markiert D.R.G.M.

...es wurden in gleicher Machart auch viereckige Schachteln (in verschiedenen Ausführungen) produziert:..eine alternative Ausführung:..auch war die sog. Unikum Kugel gemarkt mit D.R.G.M...ein Vergleich der beiden Ausführungen:..hier schließt sich der Kreis: Eine gestempelte Markung von VEDES auf der viereckigen grünen Ausführung:

...vielleicht kurze Zeit später dann offiziell auf der Anleitung, auch mit der "Unikum Kugel" (D.R.G.M.), zu 2/3 aus Gummi......und farblich auch in der bekannten, rechteckigen Form, mit der "Metall"-Kugel (D.R.G.M.)...

...und schlußendlich der offiziellen Spielanleitung von VEDES:

Kleiner Hinweis: Viele Verkäufer möchten immer "EISCH-KEGELSPIEL" lesen. Sorry, das heißt nicht EISCH sondern TISCH ;-)

Das virtuelle Depot des Nürnberger Spielzeugmuseums zeigt neben bereits oben abgebildeten Varianten noch ein Tisch-Kegelspiel: Die Beschreibung ist mit 2 ovalen Stempel versehen "Gebr. Probst, Nürnberg, Pfanneschmiedweg 5"(Quelle: virtuelles Depot Nürnberger Spielzeugmuseum)

Der Titel ist Programm: Wer spielt mit mir? Ansonsten ist über diese Version nichts bekannt. Sie bedient sich aber des gleichen Untertitels: Kegelsport auf dem Tisch (e)

Mit der folgenden Spielausführung dürfte sich die Palette der Tisch-Kegelspiele der Firma OF Fabrikmarke wohl dem Ende zugeneigt haben. Es findet sich dann erstmals der Hinweis: Patent vom Rektor Sperl.

Für weitere Hinweise, warum die vielen weiteren, auch z.T. in der Farbgebung unterschiedlichen Ausführungen der OF Fabrikmarke  mit verschiedenen Buchstaben (z.B. F, I, V, analog den oben gezeigten A, B, G und L), oder aber auch ohne Buchstabe versehen sind, wäre ich sehr dankbar...im Netz habe ich bislang leider auch keine Informationen zu Spielausführungen und Firma gefunden. Bitte.....Hilfe....

Weitere Spielideen der Firma OF Fabrikmarke:

Vielleicht aus den Anfängen des Herstellers, jedenfalls der uralten Spielidee der sog. 15er-Spiele folgend, ist das Magische Legespiel:Die Steine sind zweiseitig mit den entsprechenden Zahlen versehen (einmal in goldfarben und in gerahmten silberfarbenen Zahlen bei der linken Ausführung und nur silberfarben bei dem rechten). Die gerahmten Zahlen sind für das Fünfzehnerspiel. Dieses wird auch in der Spielanleitung als D.R.G.M. angegeben. Der Druck erfolgte in der Druckerei Hobein, Lömmatzsch.

Ein weiteres altes Kinder-/Jugendspiel, das OF Fabrikmarke aufgegriffen hat: Ein Frage- und Antwort-Spiel, bei dem man die jeweiligen Karten gut durchmischt, damit man möglichst sinnfreie Antworten generiert:
So ein Spaß!

Eine optisch und technisch ganz witzige Mischung aus Rovolette und RU-LI (s vorige Seite) ist das ebenso aus Bakelit hergestellte Gesellschafts-Kugelspiel(hergestellt und patentiert 1956)....Ich hätte es eher Vortex oder Vertigo genannt...;-)Patentiert für Otto Fischer. Auszug aus dem Deutschen Patent- und Markenamt (Darstellung zu Informationszwecken)

Auch Brettspiele zählten zum Umfang der Produktpalette der Firma OF Fabrikmarke. Zwei, bzw. drei Varianten sind nachstehend zu sehen: Das grosse Reitertreffenund die Kombination aus Wer geht mit mir?und Auf die 6 kommt's an!Die zeitliche Einordnung ist schwierig. Ich vermute irgendwo zwischen 1930 und 1950. Wie gesagt: Für weitere Hinweise wäre ich echt dankbar..... ;-)

Sicher zwischen 1964 und 1967 produziert wurde Springfix, da es die Verkaufspreis-Bezeichnung VEP MDN (Verbraucher Endpreis Mark der Deutschen Notenbank) trägt. Spielbar sind die abgebildete Variante, auf der Unterseite Solitär und im Deckel-Inneren Mühle:

 

Eine weitere Variante eines Tisch-Kegelspiels erinnert in seiner Ausführung ein wenig an die MIEG-Spiele auf den vorigen Seiten:

Tisch-Kegelspiel "Gut-Holz" D.R.G.M.

Leider kann ich nur Detailbilder anbieten, über den Hersteller und das Alter ist mir nichts bekannt. Die Figur ist massiv, wahrscheinlich aus Blei, wiegt 112 Gramm (ist damit, bei etwa gleicher Größe fast doppelt so schwer wie die alten Tipp-Kicker!). Der Arm wird durch einen Spiralfeder-Mechanismus in der Schulter gehalten und zum Spielen nach hinten gezogen um dann die Kugel beim Vorschnellen nach vorne zu spielen. Das Feld dürfte aus Leinen sein und ist zumindest an einem Ende mit einer Holzleiste fixiert. Ich vermute, auch von der dargestellten Bekleidung der Figur, eine ähnliche zeitliche Einordnung wie bei den frühen Tipp-Kick-Spielen, also 1920er/1930er:                                     Hinweise zum Spiel sind gerne willkommen!

 

Natürlich gab's ein Kegelspiel auch in "winzig": Passend in eine retro Safety Match Box

 

Eine wirklich ansehnliche Kombination aus Kreisel und Kegel lieferte die Firma Vauen (Nürnberg) mit dem  ROMBA Tischkegelspiel.
Die zuerst gezeigte Variante "ROMBA MODERN" stammt noch aus dem Jahr 1981. Nach der Anleitung wurden diese Kegel-Spiele wohl bereits seit ca. 1931 (Patentanmeldung war so um 1920) gefertigt, allerdings in rechteckiger Form mit verschieden hohen Füsschen. Das Folgende liegt plan an allen Kanten auf, wobei jedoch auch jede Spielfeldecke verschieden hoch liegt. Das ist auch der "Gag" an der Sache, da man sehr viel Geschick braucht, einen der beiden Kreisel (verschieden große Ausführungen) richtig zu setzen, dass er den Weg über die schräge Bahn meistert. Das Spiel ist ein absolut empfehlenswerter Spass:

 

Die Anleitung:

Die älteren Varianten sahen, soweit bekannt, alle so aus:

Dies ist die Ausführung Nr.2, wie sahen die anderen aus? Evtl. anderes Material?von unten:die Anleitung:ein interessanter Hinweis:

Eine Schachtel mit Kegel und Kreisel aus dem Jahr 1950alter Kreisel...alte Kegel...Und eine Schachtel mit Kegeln und Kreiseln aus der Anfangszeit (1930er):Die Hinweise: D.R.P. 335586 und 349897, W.Z. 246815, Gesetzlich geschützt. Alle Figuren und Kegel tragen die Inschrift "VAUEN"

Die mit abgebildete, 14-seitige Anleitung ist wohl ebenso "zeitgemäß". Ein gewisser Emil Grifft von der Staatsoper München wird als zufriedener Kunde der Vauen Pfeiffen Manufaktur in einer Werbeanzeige (innen) aus dem Jahr 1927 zitiert. Dieser Zeitgenosse war bis 1929 nachweisbar an der Staatsoper München aktiv....

Nochmal eine Übersicht der Kegel und der Kreisel:Die folgende könnte eine Art "Luxus-Ausführung" der Kreisel- und Kegel-Verpackungen sein. Das aufgeklebte "Romba"-Schild gleicht keiner Verpackungsvariante und die Schachtel ist passgenau für den Inhalt. Die Kegel und Kreisel entsprechen der Ausführung um 1950.

Mit gleicher Funktion und Ausführung wie das "Kegelsport auf dem Tische" hat Vauen auch noch eine Spielidee herausgebracht, das Rombalette benannt wurde. (Kugel - wohl auch - Blei und Kork)und mit Anleitung..ähnliches Design, aber in anderer Ausführung mit anderer Kugel und anderer Anleitung:...mit Hinweis auf das "große" Spiel......die Figuren sind gleich, die Version, vermute ich, etwas jünger:Die Kugel wieder aus Kork und mit Gummi überzogenem Metall. Mit Anleitung und einem Blick ins Innere der Kugel:

Ein zu den Kegelspielen artverwandtes Tischspiel: Tisch Boccia. Der Hersteller heisst vermutlich Papyria. Weitere Informationen zu Alter und/oder weiteren Ausführungen habe ich derzeit leider nicht. Anders als mit den üblichen Kugeln oder den Miegschen Frisbees werden mit den Metall-Wippen die Steine nach den Regeln des Boccia Spieles "geschnippst": 

 

Ein Kreisel, Kegel (und Kugeln) sind die Grundausstattung der folgenden Spielideen. Allerdings fehlen mir vorallem Informationen zum Hersteller und Alter. Es ist nichts weiter in Erfahrung zu bringen....Kann jemand helfen?benannt Neuestes Kegelspiel, von....?

Der Kreisel gehört nicht im Orginal dazu, aber ich bin mir sehr sicher, dass ein Kreisel in der leichten Senke die vorhandenen Holzkugeln durch Rotation durch die Tore schießt und so die Kegel (aus Metall) abräumt.......wer kennt diesen Hersteller? Ich vermute, die Spielausführung ist auch schon sehr alt....nochmal mit Blitz (wegen der schönen Farben, Material Holz, bemalt/lackiert)

...über Mithilfe würde ich mich sehr freuen...webmaster@mi-me.de

Eine Art "Zusammenfassung" der Spielideen, die für das Spielen auf dem Tisch konzipiert wurden, finden wir in  6 Sport-Spiele für den Tisch (6 famous sporting games on the table) einer Firma Schowanek. Produziert 1961 (vermutlich, Hinweis in Anleitung 61/8)
Tisch-Golf, Boccia, Kegelspiel, Ringwurfspiel, Tisch-Croquet und Shuffleboard. Alles sehr "wertig" aus Holz hergestellt. Auch ein Tischkegelspiel wurde von Schowanek herausgebracht. Vermutlich aus den 1930/40ern und etwas größer als z.B. die Spiele von OF:...die Anleitung mit Spielvarianten hat das bekannte Layout...

 

Was jetzt noch fehlt, ist eine Tischfußball - Alternative? Es gibt da ja Einige, wie z.B. das berühmte Subbuteo. Oder irgendwas mit fixen Männchen, die auf Metallfedern sitzen...Aber hierüber sieht man eine Menge im Netz. Was man nicht sieht, ist ein Tisch-Spiel, dass sich die Regeln des Fussball zu Eigen macht und sich einer wirklich uralten Idee des Flohspiels bedient:

FUSSBALL Knips. Liebevoll im Detail und gut durchdacht. Von Schwan-Spiele aus Nürnberg (irgendwo Anfang der 1950er).

Eine "modernere" Variante aus den Anfang 1970ern von der berühmten Firma Spear Spiel: KNIPS Cup:Spear Spiel Nr. 26500

..und der "Missing Link" zwischen Fussball-, Floh- und Kugelspielen? Den sehen wir nachfolgend: "Das neue Tisch-Fussballspiel" HIPP HIPP HURRA der alten Traditionsfirma KIBRI. Die Firma ist eher bekannt bei Eisenbahnsammlern für die Herstllung von Zubehör aus Blech. Ausweislich des Firmenkataloges von 1937 wurde es dort wahrscheinlich erstmals präsentiert (und vermutlich auch zum letzten mal...): Die beigelegten Holzleisten werden zusammengesteckt und bilden somit den Rahmen....die Figuren werden auf die Kugel plaziert, die unten liegende Feder schleudert den "Ball" dann nach vorne..

Hier noch eine sehr frühe Ausgabe des Spiels HURRA...TOR!, dieses hier von 1938. Das Spiel zeichnet sich aus durch die Anzahl der Spieler (22) und durch die Taktik nahe am echten Fussballspiel. Aber auch das Spielgerät wird aussergewöhnlich bewegt: Durch Luftdruck!...die Spieler sind wertig gefertigt aus Holz (handbemalt) und Metall......die Anleitung im Detail:...leider war das Spielfeld (Wachstuch) total vergammelt...aber man sieht es ja schonmal auf der Anleitung oben, und es lässt sich sicher noch mal auftreiben oder nachbasteln... :o)

 

Und noch was für die Denker und Bastler. Es gibt genug Ausführungen im I-net zu der Grundidee des Spieles. Daher spare ich mir weitere Beschreibungen und zeige einfach nur die Bilder:

PENTOMINOIn der futuristischen Großpackung und in der kleineren zum Mitnehmen...(aus den 1950ern...)...

... ein zum Film "2001 A Space Odyssey" als "Universe" erschienenes Brett-Lege-Spiel von Parker Brothers (lt. Anleitung von 1966, der Film ist von 1968???):

...dann 1995 eine weitere "futuristische" anmutende Variante: KATAMINO:

...und eine neuere Version in 3D:(noch erhältlich, nur zu Informationszwecken dargestellt!)

...und eine Version in der wohl verrücktesten Aufmachung:(...es wurden aber auf Kosten des Designs viele Kombinationsmöglichkeiten "geopfert") - (noch erhätlich, nur zu Informationszwecken dargestellt!)

Eine sehr stylische Version eines Kugelspieles, sowas wie Mühle in 3D (Spock's 3D Schach lässt grüßen...;-) sehen wir hier in den zwei mir bekannten Variationen: Trimula von arlac DBGM (steht für Deutsches Bundes-Gebrauchsmuster)...

...vermutlich aus 1975...

Überrascht war ich noch von einer sehr alten Spielidee, die schon mindestens seit den 1890ern dokumentiert wurde und sich viele Jahrzehnte "gehalten" hat. Es ist auch ein bischen ähnlich wie Mühle, die "Fliege" und eine der "Spinnen" ziehen abwechselnd, bis entweder die Fliege zu einem Ende entkommt, oder in der Mitte gefangen wird. Echt knifflig!

Die "Reise-Version" (1960er) des Spieles SPINNEFIX

...und noch so ein witziges Kugelspiel, bei dem man den Gegner "Matt setzen" muss:

Abgesperrt! von Spear-Spiel aus Nürnberg (aus den 1930ern)J.W. Spear & Söhne, Nürnberg Nr. 7/2366

...aus der gleichen Serie: Blau hinüber - Gelb herüberJ.W. Spear & Söhne, Nürnberg Nr. 7/2368

 

Und zum guten Schluss:

 

Die noch folgende Spielidee hat kein mechanisches Element. Nicht mal einen Würfel (sorry ROVO):

Das hervorragende Strategiespiel CONQUEST von dem leider bereits verstorbenen Donald Benge.

Die abgebildete Version ist bei der Firma Hexagames 1987 erschienen.

Eine Mischung aus Schach und Risiko, aber eben nur Strategie, keine Würfel, kein Losglück. Kann stundenlange Spielabende verursachen!

Faszinierend ist die Kombinationsmöglichkeit der Spielfiguren. Man hat pro Runde eine Gesamtzugzahl. Manche Figuren können weiter reichen, als andere. So können Diese aber Figuren aufnehmen und Jene strategisch in Position bringen. Das geht zu Lande, oder mit den Schiffen zu Wasser. Ziel ist es, entweder die gegnerische Armee zu vernichten/deren Heimatstadt komplett zu besetzen. Aber Vorsicht: Ist der Gegner auch in die eigene Stadt eingedrungen, hat man weniger Züge pro Runde.

Oder man versucht bei der vier Spieler Variante vorrangig die unbesetzte Festung der mittleren Insel zu erobern.

Jede Figur kann durch das Erreichen einer gegnerischen Figur diese schlagen. Ausnahme: Der Fußsoldat schlägt keinen Elefanten. Aber Vorsicht: Nach einem Schlag darf der Gegner, sofern positioniert, sofort zurückschlagen. 

Oben abgebildet ist die zwei Spieler Variante. Es gibt auf der Rückseite auch noch die (bis zu vier) Spieler Variante. Die zwei Spieler Variante gab es auch separat erhältlich. Beides von Hexagames. 

Spielfeld für bis zu vier Spieler:

Hier sehen wir die doch sehr seltene deutsche Erstausgabe aus dem Bütehorn Spiele Verlag in der nur so erhältlichen 2 Spieler Variante. Die Schachtel in der für den Verlag typischen exclusiven Buch-Box mit Druckknopf-Verschluß:Die Schachtel trägt das Copyright von 1975, die Figuren von 1976 und das Spielfeld von 1972.......wahrscheinlich erschien es so um 1978......die Beschreibung und Spielanleitung war fehlerhaft, der Verlag Anfang der 1980er pleite. 1983 wurde von der Zeitschrift "Spielbox" die Anleitung berichtigt, was in der Hexagames Ausgabe sich auch wiederfand und das Spiel wurde über Hexagames dann auch besser verkauft...

Ich darf mich auch sehr glücklich schätzen, einen separaten Satz Spielfiguren aus Metall "neuerer Machart" (d.h. in Form der Plastik-Figuren) zu besitzen, den ich gerne zeige:vielen Dank...

Diese Spielidee lebt weiter, trotz des tragischen Ablebens seines Erfinders....

Am Leben gehalten und fürsorglich gepflegt sehen wir dies unter der Seite von Dietmar Gottschick:

"http://www.grand-conquest.de"

Die Spielidee wird dort weiter gepflegt und eine riesige Fangemeinde steht hinter dieser Pflege. Auch eine Weiterentwicklung des Spieles hat man dort mit viel Hingabe in die Hand genommen. So lebt Conquest mit und durch Grand-Conquest weiter! 

Ich habe, sehr zu meiner Freude, nochmal einen Einblick in die Anfänge von Conquest gewährt bekommen und darf  diesen allen zeigen, die diese Freude mit mir teilen wollen:

Conquest-Spiel von 1972, wo es noch keine richtigen Figuren gab, sondern Chips. Lassen wir die Bilder sprechen (...und wer sowas hat und entbehren kann...Kontakt siehe unten ;-)Für die Bilder vielen Dank an Dietmar Gottschick!

...UND...

Jemand konnte es zu meiner riesengroßen Freude entbehren, so dass nun weitere Bilder dieser Rarität zu sehen sind:

 
Auf dem "Foto" links ist übrigens Donald Benge zu sehen. Habe die Info von Herrn Gottschick ganz vergessen..Auf der Rückseite der Schachtel wurde wohl die erste Spielanleitung angebracht:


Der "Inhalt" und das Spielfeld dann ausgeklappt:Es ist schon fast rührig: Mr. Benge bietet an, dass bei Verlust von diesen Spielchips er kostenfreien Ersatz bietet, wenn man ihm einen adressierten und frankierten Umschlag schickt. Das nenne ich mal Service...Als "Extra" bekam ich zu dieser Edition noch die "verbesserte" Spielanleitung von 1974 und das Puzzle Book No. 1, ebenfalls von 1974:..noch ein kurzer Blick hinein:

noch eine weitere Spielausgabe mit (wahrscheinlich damaliger) Preisangabe: 13,50$:

und:

Eine durch die Spielanleitung leicht zu identifizierende allerserste Erstausgabe. Das Brett unterscheidet sich durch das schwarze Klebeband am Rücken, die Schachtel hat keinen Spielanleitungsaufdruck auf der Rückseite und auf der beiliegenden Spielanleitung ist das Copyright nur von 1972 (und nicht zusätzlich auch von 1974):Lose Strategie Blätter liegen der Anleitung von 1972 bei (unten). Links die Anleitung mit Copyright 1972+1974, Rechts die Anleitung von 1972.

Das habe ich nun auch zum ersten Mal so gesehen: Eine (wohl amerikanische) Conquest 4 Player Version in gold-brauner Schachtel mit dazugehörigen Spiel-Figuren aus Metall.Der Spielplan ist massiv, zwei-fach gefaltet:Die Schachtel trägt mehrere Aufkleber mit dem Hinweis Metal Molded PiecesDiese befinden sich im Inneren der Spielbox in einer integrierten Schachtel:Die Figuren tragen ein Copyright 1975 mit der Inschrift D.BENGE......und sind in diesen vier schönen, kraftvollen Farben vorhandenDas ganze wiegt fast 3 kg (davon die 104 Figuren weit über ein Kilo und der Spielplan auch ein Kilo), daher wurde die Schachtel leider an den Seiten mit Paketband fixiert. Dies hat sich über die Jahre mit der Schachtel leider "verbunden".......was aber die schöne Darstellung trotzdem nicht weiter schmälert. Das Spiel hat, wie erwähnt, mit "c 1975" gekennzeichnete Figuren, die im Detail noch anders aussehen, als die Plastik-Figuren. Es ist aber selbst eine Ausführung von 1980 (nach den weiteren Kennzeichnungen auf dem Spielbrett und den Beilagen). Es ist aber auch noch eine Version vor dem Einführen von Katapulten und Türmen....einfach schön :-)

...und es hat in der wohl ersten Ausführung noch die Figuren-Farben Gold und Silber und eine ältere Spielanleitung mitbekommen.... :-O

 

 

 

Vielen Dank für's Gucken...

 

......schaun wir mal, was noch so kommt......

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